gabs immer schon im Salon, und zwar wunderbare. Wie dieses Mal. Leider muss der Salon mit Barbe Linke kurzfristig abgesagt und somit verschoben werden, aber weil so viele tolle Menschen im Salon so viele tolle Sachen machen, war das kein Problem: Susanne Ludwig ist mit der Vorstellung ihrer Kirchenfenster eingesprungen
Wie haben wir gestaunt! Wer arbeitet heute noch so: Das ganze Fenster- 11 m hoch – auf Karton malen und die Geometrie des Fensters auszirkeln, Glas sorgfältig brennen und ätzen und übereinander schichten statt alles digital zu machen und dann das Glas einfach zu bemalen…und wie sich das lohnt. Zwei Jahre für ein 11 m hohes Fenster, das eine ganze Geschichte erzählt. Denn das „ Wiederaufbaufenster“ ist nicht irgendwo, sondern in der Sint Petrus Bandenkerk in Venray, NL. In dieser Gegend haben die Nazis hunderte katholische Kirchen gesprengt, über 30000 junge Leute haben dort ihr Leben verloren. Ein Kirchenfenster kann eine Gemeinde ins Gespräch bringen, Geschichte wiederbeleben, schmerzhafte Erinnerungen aufarbeiten helfen, zur Aussöhnung beitragen.
Um Aussöhnung geht es auch in der „Verklärten Nacht“ von Dehmel, die Schönberg inspiriert hat: O sieh, wie klar das Weltall schimmert, es ist ein Glanz um Alles her… Und Brahms – sowieso. Immer.