Salon 164

Wenn das Jahr mit Wundern weiter geht,

Essenz Quartett – Konzert Streichquartett

dann wird alles gut! Tamara meinte nur ganz trocken, dass der liebe Gott wohl ein Auge auf den Salon hat, oder so ähnlich. So wie auf meinen Rucksack. Den habe ich, verpeilt wie ich bin, mit ALLEM drin auf einem Bahnhof nahe Antwerpen stehen lassen. Ich merks im Zug, wende mich an meinen Nachbarn. Der (Wunder!), arbeitet bei der Bahn, steigt (Wunder!) mit seiner Frau aus, um seinem Kollegen zu erklären, weshalb ich kein Ticket für die Rückfahrt habe, telefoniert rum (Wunder!) , und zack zack ist mein Rucksack gerettet (Wunder!) , und ich auch (Folgeerscheinung). Sogleich fühlte ich mich Belgien irgendwie stärker verbunden. Da dachte ich: Wenn das SO läuft, nehme ich das bisschen Stress zwischen drin doch gern in Kauf!

Genau so war’s beim Salon. Da fällt Sarah Saviets und Magnus Loddgards Konzert aus, weil ein Arm nicht mitspielen will, und in einer Nacht-und Nebelaktion springt ein hochkarätiges Streichquartett ein! 4 Wunder. Wo, bitte, gibt’s das, und obendrein ist Sarahs und Magnus Konzert nicht etwa aufgehoben, sondern nur aufgeschoben? Wir suchen schon einen neuen Termin! Wunder. Und was wir da für ein Konzert bekommen haben – umwerfend! Wunder. Wir waren total begeistert. Und noch nie hat der Salon schon im Vorfeld so viele Grußadressen bekommen – von Gummersbach über Schottland bis Tel Aviv, schrieb man: Wär gern dabei, wie schade, bin so neidisch, Ihr Glücklichen.

Ja, das waren wir, glücklich über ein fantastisches, beeindruckendes Konzert! Vielen Dank an das Essenz Quartett mit Lukas Stepp, Avigail Bushakevitz, Stefanie Farrands und Kristaps Bergs!

Und was sage ich: Wunder. Sergio Coto kann Ende Januar nicht für uns spielen Auch dieses Konzert muss verschoben werden. Wieder Wunder: Karin springt spontan ein. Wem der Salon in letzter Zeit zu musiklastig war, der kann sich jetzt auf einen Debattiersalon freuen, obwohl ich glaube, dass das Thema weniger zur Debatte als zu ganz Anderem einlädt. Denn für die Heimkinder in der DDR sind die Wunder wohl meist ausgeblieben.