Salon 227

Second as farce

Jason Steigerwalt und Andrew Crooks – Mystical Songs and Love letters from the moon…

Karl Marx ist ja auch unser Sponsor, auch wenn man nicht gerade davon ausgehen kann, dass er mit Goethe befreundet gewesen sein könnte – oder der mit ihm, oder gar ich mit denen. Menschlich war er aber möglicherweise netter als Goethe, auch wenn er sich normalerweise nicht wie dieser zum Salon äußert. Wenn Marx also über sich wiederholende Geschichte schreibt: „First as tragedy, second as farce“ , so gilt das keinesfalls für unsere Salons, und schon gar nicht, wenn Andrew Crooks gleich zwei Mal hintereinander kommt. Aber doch ist es irgendwie ein Treffer, denn es hat wirklich was Tragisches, dass Jason und Andrew uns verlassen …aber ich bin sicher, sie lassen einen Koffer in Berlin. Und sie setzen hoffentlich auch ihre kongeniale Zusammenarbeit in den USA fort. Ich wünsche mir eine CD! Jason hat es mir versprochen. Was für ein Sänger, was für ein Liederabend – und wie gut Tannhäuser und Rainy Day doch zusammenpassen…wer hätte das gedacht! Die Begeisterung war riesig – und bei If Ever I Would Leave You gabs Tränen im Publikum.

Ja und dann... am späteren Abend... bei der genialen Party, wie das so ist, beim Salon: Andrew Crooks hatte eine junge Frau mitgebracht, nämlich Lorna Stephens, ebenfalls Sängerin, die zusammen mit Andrew unbedingt was ausprobieren muss, und zwar gleich, weil es am 4.7. über die öffentliche Rampe geht… Und wo könnte man das besser? Also machen wir auf die Schnelle noch einen feinen, kleinen Salon. Die Farce dann, sozusagen?