hatten wir im Salon schon einige. Ich bin zwar persönlich durch Musik wirklich leicht enthusiasmierbar, aber das Konzert mit dem Berlin Tokyo String Qartet war eine solche „Sternstunde“. Niemand könnte ich einem solchen Erlebnis entziehen – selbst wenn jemand überhaupt keine Neigung für Kammermusik hätte. Ganz früher dachte ich manchmal, Mozart wäre wohl was für alte Leute. Das lag aber vermutlich daran, dass Mozart oft so altbacken gespielt wurde. Jedenfalls nicht so, wie er vermutlich war: Frech, unkonventionell und überbordend vor Temperament und Lebensfreude. Mendelssohn steckt sowieso jeden an. Und das Dvorak Klavierquintett ist Musik zum Niederknien. Und mit Yenting Wang hat das Quartett Pianistin gefunden , die die Farben wirklich aufnimmt! Standing Ovations sind im Salon komisch, aufstehen passt irgendwie nicht, aber die Stimmung war genau so! Und das Beste ist: Sie werden wiederkommen – Anfang nächsten Jahres.
Dazwischen passiert noch einiges außer Weihnachten und Weihnachtsmännern aus Island.. Familienaufstellung, Politik … Aber einmal gibt’s nochmal Musik dieses Jahr: Meine ehemaligen Mitbewohner und ihre Freunde haben uns im Salon immer wieder unglaubliche Konzerte beschert. Und weil das so schön ist,kam Ori jetzt einfach nicht mehr dran vorbei! Eins kann ich Euch dazu sagen: Ela hört meine Mitbewohner ja immer üben nebenan.Sie ist sehr kritisch. Kurz vor gnadenlos. Da hätte es Ori gar nichts genutzt, dass sie ihn aus dem Fernsehen kannte, von der Beerdigung von Helmut Schmidt. Es will wirklich was heißen, wenn Ela sich über das Üben von jemandem FREUT.