Ich hatte mich ja vertan – es war ja Voradvent, Totensonntag sogar. Goethe hat uns angeregt, das Band der Lebenden für die Toten zu knüpfen, indem wir gemeinsam zusammen wirken, und das haben wir wahrlich gemacht! Im Gedenken nicht nur an Bonnies und Andrews Väter, die beide in den letzten Wochen verstorben sind, sondern auch an all diejenigen, die wir in unserer kleinen Salongemeinde inzwischen verloren haben und an die wir so gerne zurück denken. Wenn sie das nur hätten hören können…!
Die genialen Pianisten und wahren Gesangs-Stars der Komischen Oper, der Staatsoper (da ist Bonnie Wagner inzwischen) und der Deutschen Oper ganz einträchtig und sangesfreudig im Neuköllner Salon, mein Multitalentflatmate Philippe mit Geige und Mundharmonika, und last not least Leo mit seinem Saxophon - das war traumhaft. Ich habe wirklich mal wieder gedacht -
I'm a dreamer, was habe ich für ein Schwein! Und: Ich bin nicht allein! I'm not the only one - Alle haben das mitgesungen mit meinem Patenkind Leo am Klavier. Ein internationales, vor Talent, Sanges- und Spielfreude berstendes Fest. Mit dem guten Buffet im Rücken hat die Party dann ja auch etwa drei Mal so lang gedauert wie geplant...
Wir haben sozusagen damit in den Salon-Geburtstag reingefeiert, denn der kommt JETZT. Und weil es auf Geburtstagen immer auch Geburtstagsgeschenke gibt, machen wir es so, dass Ihr diesmal nicht nur Essen mitbringt, sondern ein oder mehrere schöne Klamotten, die Ihr verschenken möchtet - und dafür könnt Ihr dann andere mit nach Hause nehmen.
Denn das ist das Prinzip von "Found on the Street" , auch wenn der Fundort diesmal der Erste Neuköllner Salon ist.