Sowohl als auch – Reziprozität ist ein „Beziehungsgesetz“. Wenn einer in unsere Kasse greift, werden wir sauer, aber zu große Geschenke sind auch nix, denn das läuft auf Freiheitsberaubung aus. Wer viel gibt und nichts nimmt, bringt Andere in die Bredouille. Das kann ganz handfest werden: Wie zum Beispiel werde ich ietzt wieder los, was Ihr gestern angeschleppt habt, ohne was mitzunehmen? Annas schöner Vortrag war ein Eye Opener, was den gigantischen Umwelt-schaden durch Mode angeht. Aber auch, was das Thema Nehmen angeht: Verschenken, damit Platz im Schrank ist??? Um dann WAS zu tun? Neues KAUFEN! Dann profitiert man dreifach: Erstens von den Charity-Endorphinen, die beim Geben sofort ausgeschüttet werden, wenn es sich nicht um Verwandte handelt, zweitens von der als Charity getarnten günstigen Abfall-Entsorgung , drittens, guten Gewissens wieder KAUFEN !! So heizen wir Fast Fashion an, die möglicherweise größte Klimasünde überhaupt… Fazit des Abends: Mode muss nachhaltig und teuer werden. Bauern, Textilhersteller- alle können Bio und Fair Trade, wenns bezahlt wird. Also her mit weltweiten Gesetzen und Binding Treaty…Und: Nehmen lernen. Der wahre Geber ist der, der auch nimmt.
Schaut mich an!!! Da kriege ich zum 250. Salon eine unfassbar liebevolle Videobotschaft mit „Geburtstagsgrüßen“ von vielen Menschen aus der ganzen Welt, die den Salon lieben. In einem Film zusammengestellt - allein diese ganze Arbeit…! Das war unglaublich, ich war vollkommen geflasht. Ich gucke mir das bestimmt noch 20 Mal an und hebe es auf für noch ausstehende Sinnkrisen! Aber ist das nicht auch seltsam: All diese Menschen haben sich bei MIR bedankt. Aber wofür? Dafür, dass ICH ständig beschenkt werde!!! Ich kriege250 mal Lesungen, Vorträge, Konzerte frei Haus geliefert, die ganze Welt kommt in mein Wohnzimmer und ich sitze ständig in der ersten Reihe . Ist das nicht wirklich interessant? Wenn alle beschenkt werden, dann nennt man sowas eine . Gewinner-Gewinner Strategie. Mein Patenkind Leo (7) hat es in dem Film auf den Punkt gebracht: Der Salon ist toll, weil wir gemeinsam etwas machen…etwas, das gut für uns alle ist.
Weshalb unser Nikolaus am 6.12. Wolfgang Korb heißt. Ihr müsst ihm keine Gedichte vortragen, das macht er selbst. Und er bringt nicht Knecht Ruprecht mit, sondern Tatjana Masurenko, die sonst mit den berühmtesten Orchestern der Welt auftritt. Gegen Gage natürlich. Wer bitte kriegt hier also vom wem was geschenkt? Ein Indikator für Reziprozität ist nicht nur Euer zahlreiches Erscheinen, sondern auch das Buffet. Legt Euch ins Zeug!