Salon 253

Sensationell!

Alexandra Kehrle (Klarinette) , Ernst-Martin Schmidt (Viola), Florian von Radowitz (Klavier) – Trio-Abend

So würden es die Schweizer sagen, definitive Steigerung von tipp topp! Es war aber kein Schweizer da, deshalb zitiere ich Jürgen : “Wer das verpasst hat, ist einfach selber schuld“ und Frau Wens, die in ihrem hundertdreijährigen Leben wahrlich schon viele Konzerte erlebt hat: „ Ich denke eigentlich so oft nach einem Salonkonzert, das war das schönste Konzert, das ich je gehört habe – aber dieses Mal… wirklich, das war das Schönste !“ Es ist so schön, dass sie es genau wie ich immer am schönsten findet, wenn sie da ist – und es stimmt, es war diesmal so besonders: Der Sound eines Unisonos von Viola und Bratsche ist nicht nur einfach unwiderstehlich, es ist, als höre man ein anders, neues Instrument – und mit den perlenden Tönen von unserem alten aber heißgeliebten Flügel sind wir in eine unbekannte Klangwelt eingetaucht. Ernst selber ist begeistert von der Verbindung von Erdschlamm (so redete er allen Ernstes über seine Bratsche…) und anbetungswürdig frühlingshaften Tönen (seine Sicht auf die Klarinette) , die vom wunderbaren Piano gestiftet umspielt und getragen wird, und diese Begeisterung merkt man beim Zuhören, sie hat uns alle mitgerissen! Sonnenklar, dass Herr Vogt für diese Besetzung gerne das großartige Lichtmess -Trio komponiert hat – wir hatten die Ehre einer Uraufführung. Für dieses Trio sollte noch viel mehr geschrieben werden, es sollte sich nicht mehr trennen, es atmet zusammen als hätte es nie etwas anderes gegegeben. Und die Musik... der unglaubliche Bruch ging dann der Garderobe so zu Herzen , dass sie den Abstand nicht mehr aushielt: Sie ging halt da hin - zu Bruch. Und blieb bei ihm liegen.

Sagt es also weiter: Vielleicht gibt’s noch Karten für das Konzert am 2.2. um 11 im Konzerthaus.

Auf -Bruch! Das mit der Garderobe soll Euch nicht abhalten, am 9. Februar wieder zu kommen. Denn das Quartett, das uns erfreuen wird, ist – sensationell! Kaum gegründet haben sie schon den Schweizer Orpheus-Wettbewerb gewonnen… Wir legen Eure Mäntel einfach aufs Bett - und die Uhrzeit ist so zivil, dass Ihr Kind und Kegel mitbringen könnt. Das Bufett wird bestimmt (von Euch..:!) um Kaffee und Kuchen erweitert …